baanthai Magazin - Bangkok - Die Stadt der Engel von Günther Ruffert
Bangkok - Die Stadt der Engel

von Günther Ruffert

Günther Ruffert ist Autor der Bücher «Geschichten aus Thailand» und «Farang in Thailand», in welchen er auf lockere Weise das Alltagleben beschreibt. Lesen Sie hier die Rezension oder bestellen Sie online: Geschichten aus Thailand, Farang in Thailand.

Jeder Tourist der nach Bangkok kommt, wird sich an Hand eines der gängigen Reiseführer, darüber informieren können, welche Sehenswürdigkeiten zu besichtigen sind, wo man preiswert wohnen, gut essen und sich je nach Geschmack amüsieren kann. Um aber ein wirklichkeitsnahes Bild von Bangkok zu bekommen, sind einige Informationen erforderlich, die in den Reiseführern meist nicht zu finden sind.

Der Name Bangkok leitet sich ab von Bang (kleines Dorf) und den wilden Oliven- und Pflaumenbäumen 'Kok', die einst hier wuchsen ab. Thais nennen ihre Hauptstadt nicht Bangkok, sondern Krung Thep, 'Stadt der Engel'.

Als die Burmesen 1767 Ayutthaya einnahmen, das über 400 Jahre die Hauptstadt Thailands gewesen war, zwangen sie die Thais, ihre Hauptstadt weiter südlich, nach Thonburi am rechten Ufer des Chao Phraya Flusses zu verlegen. Der Gründer der heute noch regierenden Chakrie-Dynastie, König Rama I, verlegte die Hauptstadt schließlich im Jahre 1782 auf die andere Seite des Chao Phraya Flusses nach dem heutigen Bangkok. Auf dem Chao Phraya, dem "Königsfluß", reisten einst Abenteurer und Händler in das alte Bangkok. Der Fluß entsteht bei Nakhon Sawan aus dem Zusammenfluß von Ping, Wang, Yom und Nan und ergießt sich 40 km südlich von Bangkok, auf erhebliche Breite angeschwollen, in den Golf von Siam. In der Gegend um Bangkok kommt ein menschengemachtes, dichtgewebtes Netzwerk von Klongs oder Kanälen hinzu, die neben der Entwässerung früher auch als Transportwege dienten, und die Bangkok vor einem Jahrhundert den Beinamen "Venedig des Ostens" verschafften. Die Klongs - in bunten Reisebroschüren noch immer als Touristen-Attraktion verklärt - sind heute weitgehend zugeschüttet, und in den paar noch offenen Kanälen in Bangkok schwappt oft nur noch eine schwarze, stinkende Brühe, bei der man sich wundert, daß sie überhaupt noch fließen kann.

Noch vor 200 Jahren ein verschlafenes kleines Fischerdorf, am sumpfigen Ufer des Chao Phraya Flusses, wo nachts nur Moskitos unterwegs waren, ist Bangkok heute auf dem Weg zur Weltmetropole. Es ist noch nicht ganz dort angekommen, vor allem weil die rasante Entwicklung der letzten 30 Jahre mit den thaitypischen Handicaps belastet war. Das waren neben der Korruption auf allen Ebenen, vor allem die Eigenschaft der Thais, Wunschträume schon für Realität zu halten, und die Neigung den zweiten Schritt immer vor dem ersten zu tun.

Die Stadt der Engel ist ein dynamisches Gemisch aus traditionellem Thai Charme und seelenloser Urbanisation, die aus dem Westen importiert wurde. Dieses Gemisch, zusammen mit der aus Auspuffgasen und dem beizenden Geruch von geröstetem Chili aus der nächsten Suppenküche zusammengesetzten Atmosphäre, ist einmalig auf der Welt und gibt Bangkok seinen besonderen Charakter. Die Eingeborenen dieser Stadt, die vor hundert Jahren noch ihre Tage damit verbrachten Fische zu fangen, und ihre Nächte damit Mücken totzuschlagen, rennen heute mit dem Handy am Ohr zwischen smoggefüllten Hochhausschluchten herum.

Jeder der zum ersten mal versucht, Bangkok selbst zu erkunden, wird irgendwann an einen Punkt gelangen, wo er verzweifelt, weil er den Durchblick und die Orientierung verloren hat.

Man scheint zu ersticken an der von Abgasen verpesteten, schwülen und heißen Luft, die Sonne brennt, der Schweiß fließt in Strömen und man versucht in die klimatisierten Kaufhäuser zu flüchten.

Bangkok hat kein eigentliches Stadtzentrum. Manche halten die Silom Road, wo die meisten Banken und internationale Gesellschaften ihren Sitz haben, andere wiederum die Gegend um Siam Square, wo die meisten großen Kaufhäuser zu finden sind, und manche die ersten 3 Kilometer der Sukhumvit Road, wo sich die meisten Farang-Hotels und Bars befinden für das Stadtzentrum. Daneben hat jedes der vielen Stadtviertel, die zum Großraum Bangkok gehören sein eigenes Zentrum. Egal wo man sich in Bangkok befindet, man hat es nicht weit bis zum nächsten Einkaufszenter, Kino oder Restaurant, aber auch nicht weit zu schäbigen chinesischen Läden, halbzerfallenen Baracken, elektrischen Kabeln die wild neben- und durcheinander hängen, und mit tiefen Löchern übersäten Bürgersteigen.

Typisch für Bangkok sind die krassen Gegensätze zwischen Hektik und Ruhe, Armut und Reichtum, eine Stadt in der Moderne und Tradition, Paläste und Slums, Tempel und Bordellbetriebe dicht nebeneinander liegen.

In den Geschäftsvierteln säumen riesige Hochhäuser und große Kaufhäuser die Strassen, durch die sich große Menschenmassen und ein Strom von qualmenden und lauten Motorbykes, Tuk Tuks, Taxis, Autos und Bussen hupend den Weg durch ein dauerndes Verkehrschaos bahnen, während an den Kreuzungen Polizisten mit Mundschutz versuchen ein wenig Ordnung in das Chaos zu bringen.

Wenn man aber von den Hauptstraßen in die Seitenstraßen abbiegt, findet man dort ein teilweise dörfliches Ambiente, mit einfachen Holzhütten vor denen schlafende Hunde liegen, die nicht im Traum daran denken den Weg auf dem Bürgersteig – soweit überhaupt vorhanden – für den die Stadt durchwandernden Farang freizumachen.

Es ist wahr, daß niemand nach Bangkok fährt, um die Schönheit der Stadt zu bewundern. Die Bevölkerung der Stadt ist binnen 30 Jahren von 2 auf 10 Millionen angewachsen, und das ohne eine koordinierte Stadtplanung, deren Einhaltung durch eine Baubehörde überwacht wird. Viele der Dinge die einst den Reiz dieser Stadt ausgemacht haben sind – wie die Kanäle, die Bangkok einst den Beinahmen Venedig des Ostens eingetragen haben – bei der hektischen Bautätigkeit einfach verschwunden, um nicht nur für die Menschen, sondern auch eine Vielzahl von Banken, Firmensitzen und Kaufhäusern Platz zu schaffen.

Die von Wolkenkratzern bestimmte Skyline Bangkoks ist sicher ein Symbol für die gewaltigen gesellschaftlichen und sozialen Änderungen in Thailand in den letzten 30 oder 40 Jahren. Wenn man als Farang aber mit einem einzigen Blick eine kleine Ahnung davon bekommen kann, was Bangkok wirklich ist, dann ist es dieses Bild : Mitten im brodelnden Geschäftsviertel, zwischen himmelstürmenden Wolkenkratzern aus Beton, Stahl und Glas, steht am Fuß jedes dieser Hochhäuser ein kleines Geisterhaus, um den durch den Bau des Hauses vertriebenen Geistern eine Ersatzwohnstadt zur Verfügung zu stellen. Und die in dem Hochhaus arbeitenden Manager und Angestellten gehen morgens nicht einfach an diesem Schrein vorbei, sondern sie machen im Vorbeigehen ihren Wai, zünden auch eventuell eine Räucherkerze an, oder hängen einen Blumenkranz an den Schrein, bevor sie an ihren Schreibtisch eilen.

Bangkok ist in den letzten Jahren zu einer Metropole des westlichen Kapitalismus geworden, mit allen negativen Aspekten: die krasse Kluft zwischen arm und reich, Kriminalität und rücksichtslose Ausnutzung und Verschwendung der vorhandenen Umweltressourcen. Die an sich schon relativ geringe Industrie Thailands konzentriert sich fast ausschließlich um Bangkok herum, so daß für die Bewohner des übrigen Landes, vor allem des Isaan, trotz der nicht gerade günstigen Verhältnisse nur die Landwirtschaft als Unterhaltsquelle bleibt. Niedriges Einkommen, hohe Pachtzinsen für das den Banken oder Geldverleihern als Sicherheit überlassene Land, mangelnde schulische Ausbildung, keine Chance einen Beruf zu erlernen, all das treibt die Menschen aus dem Land in die Stadt, auch wenn ihr Glück nur darin besteht, daß sie die Slums vergrößern. So niedrig die Löhne auch sein mögen, sie betragen aber immer noch ein Mehrfaches von dem, was auf ihren Dörfern zu verdienen wäre. Fast alle diese Leute haben nur eine rudimentäre Schul- und keine berufliche Ausbildung. Wenn sie Arbeit finden, dann als Tuk-Tuk- oder Taxifahrer, als Dienstmädchen, Straßenverkäufer oder als Bauarbeiter. Fast jeder Taxifahrer oder Obstverkäufer in Bangkok stammt aus dem Nordosten des Landes, dem Isaan. Die jüngeren und hübscheren Mädchen arbeiten meist in den Bars. Sie bilden zusammen das unterste Proletariat der Millionenstadt, und da sie sich sowohl durch ihre Heimatsprache, wie auch durch ihre Sitten und Gebräuche von den Kernland-Thais unterscheiden, leben sie auch meist getrennt von diesen im eigenen Clan zusammen.

In der Stadt herrscht das ganze Jahr hindurch ein feucht-heißes Klima, mit durchschnittlichen Tageshöchsttemperaturen um 35 Grad Celsius. In der heißen Jahreszeit von März bis Mai steigt die Temperatur nicht selten über 40 Grad. Hinzu kommt eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Die Monate Dezember und Januar hingegen bieten angenehm milde Tage mit Höchsttemperaturen um 30 Grad Celsius. Ein Problem im Großraum Bangkok bildet die hohe Luftverschmutzung, infolge des sich durch das unzureichende Straßennetz quälenden Verkehrs, in Verbindung mit der hohen Temperatur und relativen Luftfeuchte.

Bangkoks heutiger Verkehr ist ein Alptraum, eine Weltmetropole, die sich dem Kollaps nähert. Vielen die zum ersten Mal nach Thailand kommen, werden die ersten Tage in Bangkok vorkommen, wie die letzten Stunden auf der Titanic, sie sind das reine Chaos. Der Traum vom Venedig des Ostens ist auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel schnell verflogen. Autos und abermals Autos, die in langen Staus stehen und aus ihren Auspuffrohren Unmengen Abgase in die Luft jagen.

Die Auspuffgase all dieser mehr im stehenden als im fließenden Verkehr betriebenen Fahrzeuge, vom Moped bis zum 6-achsigen Schwerlaster, ergeben zusammen mit der meist von keinem Luftzug bewegten Hitze, eine Mischung, die man manchmal meint mit dem Messer schneiden zu können und die wie eine bleierne Glocke über der Stadt liegt. Experten haben herausgefunden, daß man beim Einatmen dieser Luft über 24 Stunden genau soviel Schadstoffe durch die Lungen schleust, wie beim Rauchen von 3 Päckchen Zigaretten. Die Luftverschmutzung ist derart gestiegen, daß nicht nur bei den an den Verkehrsbrennpunkten eingesetzten Polizisten, sondern auch bei Zivilisten Atemschutzmasken immer mehr in Mode kommen.

Thais gelten allgemein als höflich und zurückhaltend. Das ändert sich aber völlig, wenn sie hinter dem Steuer eines Kraftfahrzeuges sitzen. Eine aggressive Fahrweise ist die einzige Möglichkeit in Bangkok vorwärts und an sein Ziel zu kommen. Das erste Gebot der hier geltenden Straßenverkehrsordnung ist, daß es keine gibt. Das Durcheinander der Verkehrsordnung ist so groß, daß jeder Farang im wahrsten Sinne des Wortes aufatmet, dem Ganzen als Verkehrsteilnehmer entkommen zu sein.

Das einzig Positive, was man über den Straßenverkehr in Bangkok sagen kann, ist der Umstand, daß trotz des unglaublich dichten Verkehrs, der oft wenig verkehrstüchtigen Fahrzeuge, und der auf Verkehrsregeln wenig Rücksicht nehmenden Fahrweise der Thais, schwere Verkehrsunfälle relativ selten sind, weil eben auch die schlimmsten Raser nur im Schrittempo vorwärts kommen.

Die Stadt brauchte 30 Jahre um ein Stück Hochbahn zu bauen, die die Strassen von dem erstickenden Autoverkehr entlasten sollte. Als sie fertig war, stellte man fest, daß die Treppen, mit denen die Stationen zu erreichen waren, die Kondition eines Bergsteigers erforderten, und von älteren oder gar behinderten Menschen gar nicht zu ersteigen waren. Überdies war die Auslastung der Bahn so gering, daß sie von Anfang an ein riesiges Defizit einfuhr. Für die Masse der Bewohner Bangkoks waren die Fahrpreise unerschwinglich, und diejenigen, die in der Lage waren die Fahrpreise zu bezahlen, dachten gar nicht daran auf das Prestige zu verzichten, mit dem eigenen Wagen zur Arbeit, oder zu irgendwelchen anderen Besorgungen zu fahren.

Die in der Monsumzeit regelmäßigen Überschwemmungen ganzer Stadtteile sind ein weiteres großes Problem der Stadt. Bangkok liegt nur wenig über dem Meeresspiegel. Die Stadt wurde vor 200 Jahren aus Verteidigungsgründen auf tiefliegendem Sumpfland begründet. Vor 200 Jahren wußten die Gründer der Stadt sicher was sie taten, konnten aber nicht erahnen, welche Probleme die Wahl dieses Ortes heute ihren Nachkommen bereitet. Wegen des sumpfigen Untergrundes müssen alle Bauwerke auf Pfählen gegründet werden, die bis in eine tiefer liegende Tonschicht reichen. Verursacht durch das dauernde Abpumpen von Millionen Litern Grundwasser zur Versorgung der Bevölkerung - von denen allerdings die Hälfte durch den desolaten Zustand der Versorgungsleitungen wieder zurückfließt - vermindert sich das Volumen bzw. die Tragfähigkeit der Tonschicht. Dieser Umstand, zusammen mit dem Bauboom, vor allem der letzten 10 Jahre, läßt die Stadt, die sich zur Zeit nur noch durchschnittlich zwei Meter über dem mittleren Meeresspiegel erhebt, mit einer Geschwindigkeit von jährlich rund zehn Zentimeter tiefer absinken. Das hat dazu geführt, daß große Bereiche des Stadtgebiets heute schon unter dem Meeresspiegel liegen, damit keinen natürlichen Abfluß zum großen Fluß mehr haben, und durch Pumpsysteme entsorgt werden müssen. Die größte Gemeinsamkeit mit Venedig dürfte heute darin bestehen, daß Bangkok ebenfalls im Meer zu versinken droht. Dies allerdings viel schneller als ihre italienische Patenstadt:

Kanäle, Klongs genannt, zogen sich früher einmal kreuz und quer durch das damalige 'Venedig des Ostens'. Bei einsetzendem Regen dienten diese als natürliche Entwässerungskanäle. Sie wurden jedoch im Laufe der Jahre zur Gewinnung von Bauland und Straßenflächen fast alle zugeschüttet. Überdies ist das ganze riesige Stadtgebiet mit einigen hundert Quadratkilometern Oberfläche zubetoniert, so daß auch kein Regenwasser mehr im Boden versickern kann.

Wenn sich in der Regenzeit die Wolken am Himmel zu bedrohlichen Gebirgen auftürmen, kann jeden Augenblick ein Monsumschauer über der Stadt losbrechen. Schon kurz nachdem die ersten Tropfen gefallen sind, beginnt es dann wie aus Kübeln zu schütten. Plötzlich strömen tropische Regengüsse mit mehreren Dezimetern Niederschlag pro Quadratmeter herunter. In wenigen Minuten werden die Straßen zu Flüssen, die unzureichenden in den Straßen verlegten und ohnehin meist halb verstopften Abwasserkanäle können nur einen kleinen Bruchteil der Wassermassen entsorgen. Das gleiche gilt für die überforderten Pumpensysteme, und in kürzester Zeit stehen die Straßenschluchten mehrere Dezimeter hoch unter Wasser. In tiefer gelegenen Bezirken erreichen die Wasserhöhen oft mehr als einen Meter Höhe, vor allem dann, wenn die Regenfälle mit aus dem Norden heranströmenden Hochwasser, und der Flut aus dem Golf von Thailand zusammentreffen.. Die Autolawine die sich bisher von Ampel zu Ampel mühsam durch die Straßen gequält hat, kommt ganz zum stehen. Vor den Geschäftseingängen werden schnell bereitliegende Sandsäcke zu einem Damm aufgetürmt, soweit sie nicht noch vom letzten Schauer da liegen.

In einem etwas grotesken Sinne hat jetzt Bangkok für einige Zeit seinen früheren Ruf als 'Venedig des Ostens' wiedergewonnen. Zunächst erscheint es den Touristen mehr als Spaß. Man hat entweder sowieso kurze Hosen an, oder zieht die Schuhe aus, krempelt sich die Hosenbeine oder den Rock hoch und watet durch das in der Nähe der meist reinlich gehaltenen Hotelumgebung auch zunächst noch relativ saubere Wasser. Die Taxis verlangen zwar mit einem Mal den doppelten oder dreifachen Fahrpreis, kurven aber weiterhin durch die knietiefen Fluten, als wenn sie Amphibienfahrzeuge wären. Etwas kritischer wird es schon für die vielen Hunderttausende, die in Bangkok mit geregelter Beschäftigung ihr Geld verdienen und zur Arbeit und abends wieder nach Hause müssen. Schnell bricht der ohnehin schon chaotische Straßenverkehr zusammen. Nur die hochrädrigen Busse halten noch einige Zeit durch, bis schließlich auch sie im Gewirr der liegengebliebenen Fahrzeuge hängen bleiben.

Es gibt Farangs die Bangkok lieben, und solche, für die ist Bangkok der letzte Ort auf der Welt wo sie leben möchten, wobei die Letzteren sicherlich in der Überzahl sind. Es gibt natürlich eine ganze Reihe sogenannter Expats, die zwingt ihr Beruf nach Bangkok. Die Farangs, die aber hierher kommen um freiwillig in Bangkok zu leben, sind entweder schon von Hause aus bizarre Typen, oder sie werden es hier binnen weniger Monate. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen wird ein normaler Mensch kein Expat, sondern er bleibt schön zu Hause. Zum zweiten hat Bangkok eine starke Anziehungskraft für abnormale Typen. Und drittens kann hier jeder seine bizarren Gelüste ausleben, ohne daß ihn jemand deswegen über die Schulter ansieht. Die tolerante Natur der Thais, und deren Überzeugung, daß alle Farangs von Natur aus etwas verrückt sind, gibt ihm Spielraum für Dinge, die er sich zu Hause nicht trauen würde.

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