baanthai Magazin - Bangkok Taxis von Günther Ruffert
Bangkok Taxis

von Günther Ruffert

Günther Ruffert ist Autor der Bücher «Geschichten aus Thailand» und «Farang in Thailand», in welchen er auf lockere Weise das Alltagleben beschreibt. Lesen Sie hier die Rezension oder bestellen Sie online: Geschichten aus Thailand, Farang in Thailand.

Bangkoks Straßenverkehr ist ein einziger Alptraum. Die Zahl der Autozulassungen nimmt schneller zu als der Bau von weiteren Straßen, und das Durcheinander der Verkehrsordnung so groß, daß jeder Farang im wahrsten Sinne des Wortes aufatmet, der Bangkok verlassen und diesem Chaos entkommen kann. Wer sich aber doch im Straßenverkehr Bangkoks eines Fahrzeugs bedienen muß, der hat die Wahl zwischen Motorradtaxis, Bussen, Tuk-Tuks, oder Taxen, wobei die letzteren zweifellos das komfortabelste Transportmittel, und gemessen an unseren deutschen Taxipreisen spottbillig sind.


Cocacola Tuktuk, Foto von Raimond Semke Fotogalerie Thailand

Die früher allein das Straßenbild Bangkoks beherrschenden Tuk-Tuks wurden in den letzten 10 Jahren zunehmend durch Taxis verdrängt. Typisch war allerdings auch hier, daß diese kein Taximeter besaßen, so daß man vor jeder Fahrt zunächst den Preis aushandeln mußte. Dem Farang, der die Entfernung zu seinem jeweiligen Ziel nicht kannte und demzufolge auch den Preis nicht abschätzen konnte, blieb dabei nichts anderes übrig, als auf den ersten vom Taxifahrer geforderten Preis 50% zu bieten. In der Regel ging dann ein minutenlanges Handeln los, bis dem in der glühenden Sonne stehenden Farang die Geduld ausging und er schließlich dem überhöhten Preis zustimmte.

Seitdem aber 1992 gesetzlich für Taxis Taximeter vorgeschrieben wurden, verschwanden die unzähligen Privattaxis, die ständig durch die Straßen kurvten, da sich viele die teure Zulassung nicht leisten konnten. Die heute die Straßen Bangkoks unsicher machenden Taxis gehören meist zu modernen Taxiflotten, und haben auf dem Dach das Schild "Taximeter".

Diese Taxis sind in der Regel sauber, klimatisiert und haben durch die Einführung der Taxameter vorgeschrieben Preise. Es gibt nicht wie bei uns vorgeschriebene feste Standplätze, sondern man findet zu jeder Tageszeit und in allen Stadtteilen herumfahrende Taxis, die man mit einem Wink stoppen kann. Selbst wenn einem mal das Taxi vor der Nase weggeschnappt wird, ist das kein Grund ungehalten zu werden, weil dahinter meist schon das nächste freie Taxi aufkreuzt. Man sollte sich aber möglichst, vor allem an den Busbahnhöfen, nicht dazu verleiten lassen, in ein stehendes Taxi einzusteigen, da hier von den Farangs überhöhte Preise verlangt werden. Wenn man in ein Taxi einsteigt, sollte man auch darauf achten, daß das Taximeter eingeschaltet ist, da sonst der Fahrer am Ankunftsort Phantasiepreise verlangt. Falls der Fahrer erklärt, daß sein Taximeter kaputt ist, sollte man ihn ohne lange zu überlegen anhalten lassen und das nächste Taxi nehmen, das direkt dahinter aufkreuzt.

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