baanthai Magazin - Rama IX
Phra Chaoyuhao Bhumibol Adulyadej

Seine Majestät König Bhumibol Adulyadej, der 9te König der Chakri Dynastie, ist das jüngste Kind von Prinz Songkhla Nakarind und Somdej Phra Sri Nakarindhara. Er wurde am 5ten Dezember 1927 im Mount Auburn Hospital in Cambridge, Massachusetts (USA) geboren.

Zu dieser Zeit vertiefte sein Vater seine Medizinstudien in den USA und seine Mutter belegte Kindererziehung und Hauswirtschaft am Simons College ebenfalls in den USA. Sie bereitete sich darauf vor, Prinz Songkhla bei der Entwicklung der Medizin und des Gesundheitswesens in Thailand zu Seite zu stehen.

Im Dezember 1928 kehrten sie nach Bangkok zurück und residierten im Srapathom Palace. Sein Vater starb im September des folgenden Jahres und so blieb seine Mutter zusammen mit den drei Kindern bis 1933 in Thailand. In diesem Jahr gingen sie dann nach Lausanne in der Schweiz, insbesondere wegen des Gesundheitszustandes seine Majestät König Ananda Mahidols. In der Schweiz setzten die Kinder ihre Ausbildung fort.

Am 2ten März 1934 dankte König Rama VII ohne Nachfolge vom Thron ab. Die Regierung rief daher gemäß den geltenden Gesetzen König Ananda Mahidol im Alter von 10 Jahren zur Thronnachfolge. Bhumibol Adulyadej wurde der Titel Prinz verliehen.

Im November 1938 machte Seine Majestät König Ananda Mahidol seinen ersten Besuch in Thailand und seine Mutter und Prinz Bhumibol begleiteten ihn. Sie blieben zwei Monate und kehrten danach in die Schweiz zurück.

Am Ende des zweiten Weltkrieges ersuchte die thailändische Regierung König Ananda Mahidol, nach Thailand zurückzukehren. Prinz Bhumibol Adulyadej begleitete ihn bei seiner zweiten Rückkehr am 5ten Dezember 1945. Sie residierten im Grand Palace und planten, am 13ten Juni 1946 zur weiteren Ausbildung in die Schweiz zurück zu reisen.

Unglücklicherweise ereilte König Rama VIII eine Tragödie zum großen Kummer der thailändischen Bevölkerung. Die Regierung erklärte über den nationalen Rundfunk, daß Seine Majestät König Ananda Mahidol in der Bhrarom Biman Hall einem Pistolenschuß erlegen sei.

Wegen des unerwarteten plötzlichen Todes von König Rama VIII ersuchte die Regierung Prinz Bhumibol Adulyadej, am 9ten Juni 1946 den Thron zu besteigen.

Seine Majestät König Bhumibol Adulyadej war erst 18 Jahre alt als er den Thron bestieg. Der Verlust seines Bruders verursachte ihm solchen Kummer, daß sein Gesichtausdruck von Freude zu tiefer Trauer wechselte. Seine Majestät erwies seinem Bruder täglich die letzte ehre bis er am 19ten August 1946 in die Schweiz zurückreiste, um dort seine Ausbildung weiterzuführen. Da er nun bereits König geworden war, änderte er jedoch seine Bildungspläne, um sich besser auf seine neue Rolle vorzubereiten. Er lernte noch fleißiger und bereitete sich auf die anstehende Aufgabe, eine guter König zu sein, vor.

Am 4ten Oktober 1948 wurde Seine Majestät König Bhumbol Adulyadej in einen Autounfall verwickelt und mußte sich im Krankenhaus behandeln lassen.

In gewisser Weise war dies jedoch eine glückliche Fügung für ihn, da er dort zum Verehrer einer der Töchter von Nakkatrmongkol Kittiyakurn, dem späteren thailändischen Botschafter in Frankreich, wurde. Diese Umstand war jedoch nur in eingeweihten Kreisen bekannt.

Nakkatrmongkol Kittyakorn und seine Frau Bua Kittayakorn hatten zwei Töchter namens Sirikit und Budsabha. Jedesmal wenn König Rama IX in Paris verweilte, besuchte er den Botschafter und seine beiden Töchter. Daher ließ er während seines Krankenhausaufenthalts seinen Privatsekretär an Nakkatrmmongkol Kittiyakorn telegrafieren, daß er im Krankenhaus liege und wünsche, dessen Frau und ihre beiden Töchter zusehen. Zu dieser Zeit war Nakkatrmongkol Kittyakorn jedoch als Botschafter nach Großbritannien berufen, so daß seine Frau und die Töchter die Reise zum Besuch des Köngis in der Schweiz alleine antraten.

Später bat die Königin Mutter um eine Unterredung mit Frau Bua Kittayakorn und teilte ihr bei dieser Gelegenheit mit, daß Seine Majestät König Bhumbol Adulyadej wünsche, das ihre Tochter Sirikit nach Lausanne komme und dort ihr Studium fortsetze, so daß sich beide besser kennenlernen könnten. Frau Bua Kittayakorn beriet sich zunächst mit ihrem Mann bevor sie der Königign Mutter ihr Einverständnis übermittelte.

Am 19ten Juli 1949 fand die königliche Verlobung zwischen Seiner Majestät König Bhumibol und Frau Sirikit statt im Windsor Hotel in Lausanne, in welchem Herr Nakkatrmongkol während seiner Aufenthalte in Lausanne zu verweilen pflegte. Die Mutter des Königs gab den Verlobungsring, welchen sie von Ihrem Mann Prinz Songkhra Nakarind erhalten hatte.

Am 28ten April 1950 kehrte Seine Majestät König Bhumbol Adulyadej zeitweilig nach Thailand zurück um dort Sirikit Kittiyakorn zu heiraten. Die königliche Zeremonie fand im Scapathom Palace in Anwesenheit Ihrer Majestät, der Großmutter des Königs statt.

Am gleichen Tag verlieh König Rama IX Frau Sirikit feierlich den Titel Ihre Majestät die Königin und übergab ihr die königliche Schärpe der Chakri Dynastie. Er trug seinen Namen in das Heiratsregister ein, welchem vom Minister des Inneren zum Palast gebracht worden war.

Am 5ten November 1950 wurden die beiden Majestäten nach altem Brauch erneut gekrönt. Im Rahmen der Zeremonie, während das heilige Tuksinothok Wasser gegossen wurde, gelobte der König dem Volk, daß er das Land streng nach den zehn Regeln des monarchischen Verhaltenskodex regieren werde. Er gelobte feierlich: »Ich werde das Land einzig zum Wohle der Menschen regieren.«

Von diesem erinnerungswürdigen Tag bis heute ist das Echo dieser Worte in den Köpfen der Thailänder und Seine Majestät der König lebt nach diesen Worten.

Im Laufe der Jahre hat König Rama IX viel Güte zum Volk an den Tag gelegt und sein Ruhm hat sich ausgebreitet innerhalb und außerhalb des Landes.

Thailänder aus allen Bevölkerungsschichten sind sich ständig bewußt über seine Handlungen zum Wohle der Menschen und dies zeigt klar, daß er die zehn Gebote des monarchischen Kodex erfüllt.

Obhut für die Menschen - Als König Rama IX am 9ten Juni 1946 gekrönt wurde, war er gerade 18 Jahre alt und noch mit seiner Ausbildung beschäftigt. Daher war es für ihn notwendig, nochmals zur weiteren Ausbildung in die Schweiz zu reisen. Er entschied, sich auf Justiz und Politikwissenschaft zu konzentrieren, da er davon ausging, daß Kenntnisse in diesen Bereichen förderlich bei der Regierung des Landes sind.

Bei seiner Abreise war er traurig und wollte sein geliebtes Volk nicht verlassen. Während der Fahrt zum Flughafen wies er den Fahrer an, langsam zu fahren damit er die Gesichter der Menschen lebendiger sehen könne. Schließlich sei es eine lange Zeit bis er wieder nach Thailand komme.

Er berichtet einen Vorfall, welcher sich ereignete, als der Wagen das Tor des Tempels des emeraldenen Buddha verließ: eine Frau gab ihm eine kleine Dose und als er diese öffnete, fand er Toffies. Die Straße wimmelte von Menschen und manche kamen so nah, daß zu befürchten war, daß der Wagen über ihre Füße fuhr. Daher mußte das Fahrzeug extrem langsam fahren.

Als das königliche Fahrzeug am Wat Benchamabophit vorbeifuhr, hörte man einen Mann mit klarer und lauter Stimme sagen: 'Lassen Sie die Menschen nicht allein'. Als der König dies hörte wünschte er, sofort erwidert zu haben: 'Wenn die Menschen mich nicht verlassen, wie kann ich sie dann verlassen?' Aber es war bereits zu spät, da der Wagen bereits weitergefahren war.

Bei einer anderen Gelegenheit 20 Jahre später lief der gleiche Mann, der gesagt hatte 'Lassen Sie die Menschen nicht allein', dem König nochmals über den Weg. Der Mann erklärte, daß er zu jener Zeit Soldat gewesen sei und den Ausruf getan habe, weil er Angst hatte, er komme nicht zurück. Aber nun sei er hocherfreut ob der Gelegenheit mit dem König persönlich zu sprechen.

'Ich dachte, Sie können sich nicht an mich erinnern. Ich bin derjenige, des sagte: Lassen Sie die Menschen nicht allein', sagte der Mann, als er den König traf. 'Du bist das gewesen ?' fragte der König. 'Ja, Herr. Zu dieser Zeit sahen Sie traurig aus und ich hatte Angst, daß Sie nicht zurückkehren. Daher stieß ich diesen Ausruf aus', erwiderte der Mann. 'Und deshalb bin ich zurückgekehrt' antwortete der König und fragte: 'Wie verdienst du jetzt deinen Lebensunterhalt?' 'Landwirtschaft, Herr.'

Als er noch in der Schweiz studierte, dachte König Bhumibol Adulyadej oft über sein Volk nach. Er sagte oft: 'Ich bin so weit weg von den Leuten. Alles, was ich überhaupt weiß, weiß ich wegen meiner Nachfrage'.

Die Menschen in Thailand machten sich auch große Sorgen um ihn besonders als sie erfuhren, daß er schwer verletzt wurde bei einem Unfall im Oktober 1948 als sein Wagen mit einem Laster zusammenstieß.

Jedoch bereits vier Tage nach seinem Unfall führte Seine Majestät König Bhumibol Adulyadej ein Ferngespräch von Lausanne mit dem Präsidenten des Regierungskonzils und dankte, daß das Kabinett und die Bevölkerung so große Anteilnahme an seinem Unfall gezeigt habe.

Jedesmal, wenn er nach Thailand zurückkehrte, war König Rama IX nah bei den Menschen. Er besuchte ständig Menschen in Nah und Fern, in den Bergen und in den Tälern und an jedem zugänglichen Ort. Er konferiert persönlich mit den Menschen und besprach ihre Nöte und ist immer bereit, Unterstützung zu gewähren. Und wann immer Naturkatstrophen über das Land hereinbrechen, besucht er die Opfer und tut alles, um sie von ihren Leiden zu befreien. Immer zu solchen Zeiten sehen die Menschen seinen besorgten Ausdruck.

Wenn in einer Gegend die Dürre herrscht, organisiert er die künstlichen Regen, Bewässerung, Wasserrationierung etc. Bei einer Flut sendet er Lebensmittel, Kleidung und Medikamente, organisiert provisorische Unterkünfte und kümmert sich darum, den Wasserfluß zu kontrollieren, um künftigen Unglücken vorzubeugen.

Er verteilt Land an die Armen und zeigt ihnen, wie sie es am besten nutzen. Wenn er ländliche Gegenden besucht, liebt er es, sich dort lange aufzuhalten und ohne Vorbehalt mit den Menschen, ob alt oder jung, zu sprechen. Jeder Problem, vom welchem der König Kenntnis erhält, wird an öffentliche Stellen zur Lösung weitergegeben. Seine Majestät König Bhumibol Adulyadej sieht das Wohlergehen seiner Bürger als seine persönliche Pflicht. Einige Probleme werden sofort vom König selbst in Angriff genommen bis die Regierung das weitere übernimmt.

Gesundheitswesen und Naturkatastrophen - Seine Majestät König Bhumibol Adulyadej wird insbesondere besorgt um die Sicherheit der Menschen in Katastrophengebieten. Wenn solch ein Ereigniss eintritt, besucht er die Opfer oder sendet unfehlbar Hilfsfonds. Am 25ten und 26ten Oktober 1962 zum Beispiel verursachte eine groß Flut, welche von einem riesigen Taifun hervorgerufen wurde, den Süden und zehn Provinzen wurden verwüstet, insbesondere Nakhon Si Thammarat. Der Sturm hatte tausende von Häusern hinweggefegt und weite landwirtschaftliche Gebiete brachgelegt. Nach dem Taifun vernichtete die Flut das, was noch übrig war. Die unglücklichen Opfer in diesen Gegenden waren heimatlos und hilflos.

Seine Majestät war beunruhigt, daß die Regierung nicht in der Lage sei schnell und ausreichend für Hilfe zu sorgen da nicht genügend Reserven für Rettungsfonds zur Verfügung stehen. Daher veranlaßte er einen Aufruf über Or. Sor. Radio im Chitrlada Palace und forderte die Menschen, mit ihm zusammen Geld zu spenden. - Die Hilfe für den Süden war ausreichend und kam rechtzeitig.

Seine Majestät half ebenso, Tempel, Moscheen und Schreine wieder aufzubauen, welchen vom Taifun und der Flut vernichtet worden waren. Er organisierte die Konstruktion von Schulen, Waisenhäusern, Straßen und einem neuen Dorf auf der Talumpuk Halbinsel im Amphoe Pankpanang in Nakhon Si Thammarat, welche schwerste Verwüstungen erlitten hatte.

Rettungsaktionen - Wie sehr er sich um Rettung bei Katastrophen kümmert, zeigt sich an der Tatsache, daß er persönlich die Leitung bei Rettungsaktion von Beginn an übernahm. Er fordert fortlaufend Berichte vom Generaldirektor und dem leitenden Direktor der Abteilung für öffentliche Wohlfahrt über die Entwicklung der Situation. Im Juni 1963 richtete er die Rajprachanukraoh Stiftung (Öffentliche Stiftung für Rettungsmaßnahmen) ein. Später, am 28ten November desselben Jahres, führte König Bhumibol eine Versammlung der Stiftung durch. Er sagte dabei folgendes:

»Die Stiftung wurde geboren aus Geldern, welche aus den Spenden für die Hilfoperationen nach der Katastrophe im Süden im Jahr 1962 übrig geblieben sind. Seine Majestät der König wünscht, die Stiftung einzurichten, um den Geldbetrag weiter zu erhöhen, welcher noch ungenutzt ist...«

»...Der Rettungsfond für Flutopfer im Süden wurde bereits wie geplant zur Unterstützung dort eingesetzt. Zudem wurden Waisenhäuser für die Kinder errichtet, welche ihre Eltern verloren hatten, und das Department of Public Welfare hat für sie ein Bildungsprogramm ins Leben gerufen, welches bis zur Berufsausbildung geht, so daß die Kinder in der Lage sein werden, einen Beruf auszuüben, wenn sie erwachsen sind...«

»...Seine Majestät der König wünscht, daß die Stiftung Unterstützung gibt für Opfer jeglicher Katastrophen und zwar so schnell wie möglich noch ehe das Department of Public Welfare aktiv wird. Das normale Vorgehen der Stiftung ist sowohl die Hilfe im Notfall als auch vorbeugende Maßnahmen...«

»...Die Stiftung wird dafür sorgen, daß eine Anzahl von Mitarbeitern 24 Stunden im Dienst ist, welche bei jedem Notfall unterstützen können. Sie sollte auch viele Freiwillige haben, die helfend bei Werken der Wohltätigkeit eingreifen. Die Stiftung wird Freiwillige ausbilden, so daß diese genau wissen, was im Notfall zu tun ist...«

Seine Majestät hat viel Kreativität bewiesen, im Auffinden von Wegen, um Opfern von Naturkatastrophen zu helfen. Dies ncht nur bei der sofortigen Hilfe vor Ort sondern auch bei Folgemaßnahmen, welchen den Opfern helfen solange bis sie sich wieder selbst versorgen können. Er wandelte den Hilfsfond für den Süden in einen allgemeinen Hilfsfond um, der Katastrophenopfern in allen Teilen des Landes hilft. Diese seine Leistungen werden den Menschen in Thailand für immer in Erinnerung bleiben.

Königlicher medizinischer Dienst - Seine Majetät König Bhumibol Adulyadej trat in die Fußstapfen seines Vaters, welcher auch als Vater der thailändischen Medizin bezeichnet wurde. Seine Majestät hat den Service der königlichen medizinischen Abteilung auf Menschen in entlegenen Gebieten ausgeweitet wohingegen diese zuvor nur für die königliche Familie und weitere wichtige Personen zuständig war.

Bei seinen Besuchen in abgelegenen Gebieten stellte er fest, daß die medizinische Versorgung nicht ausreichend war. Konsequenterweise nahm er Ärzte bei seinen Besuchen in abgelegenen Gebieten mit und ließ die Menschen dort medizinisch behandeln. Bei ernsthaften Krankheiten, welche eine stationäre Behandlung erforderlich machen, beauftragte der König die lokalen Behörden oder die Grenzpolizei, die Kranken in das nächste Krankenhaus zu bringen und ihm über die weitere Genesung Bericht zu erstatten.

Heutzutage hat sich die Anzahl der Patienten von 700 auf 1200 erhöht, welche täglich den königlichen medizinischen Dienst in Anspruch nehmen. Zusätzlich wurde ein zahnmedizinischer Dienst eingeführt, welcher kostenlose Behandlung bei der Landbevölkerung vornimmt.

Bildungswesen - Seine Majestät König Bhumibol Adulyadej zeigt auch großes Interesse auf dem Gebiet der Erziehung. Er richtete die Chitrlada Schule im Chitrlada Palast ein in der Absicht nicht nur seine eigenen Kinder sondern auch die der Regierungsoffiziellen auszubilden. Die Ausbilder werden aus in- und ausländischen Universitätsabsolvenden ausgewählt. Einige von Ihnen werden auch auf seine Kosten zur weiteren Ausbildung ins Ausland geschickt. Aber er sorgt sich mehr um die Schulen in den Grenzgebieten, wo die Schüler arm sind und Hilfe brauchen. Ihre Majestäten der König und die Königin machen daher regelmäßig Besuche in solchen Schulen und spenden sowohl Ausbildungsmaterial, Kleidung und Lebensmittel als auch Stipendien sehr zur Freude der Lehrer, Eltern und vor allem der Schüler selbst.

Bei seinen zahllosen Besuchen regt Seine Majestät auch zum Unterrichten nicht-curriculärer Stoffe an wie Grundkurse im Erstellen von Landkarten, Kompaßlesen etc.

Im Jahr 1962 wurden Teile der Einnahmen aus dem Hilfsfond für die Flutopfer zur Errichtung von 12 neuen Schulen unter dem Namen Rajchaprachanukroah in Nakhon Si Thammarat genutzt.

Eine weitere Rajchaprachanukroah Stiftung wurde eingerichtet mit dem Hauptziel, die Ausbildung der Kinder zu finanzieren, welche ihre Eltern bei der großen Flut verloren hatten. Viele von ihnen haben inzwischen Universitätsausbildungen abgeschlossen. Jede Schule, welche durch Sturm oder Flut zerstört wird, wird aus Mitteln der Stiftung wieder vollständig aufgebaut. Bisher gibt es 18 Rajchaprachanukroah Schulen. Diese sind unter Rom Klao, welches poetisch als Schutzschirm übersetzt werden kann.

Auch für die Bergvölker im Norden zeigte Seine Majestät viel Interesse. Aus eigener Tasche richtete er eine Schule für sie in auf einem Bergplateau in der Provinz Chiang Mai ein und verpflichtete die Grenzpolizei als Lehrer. Diese spezielle Shule heißt Chao Phaw Luang Oubpatham, was soviel wie unter der Obhut des Königs bedeutet.

Seine Majestät ordnete die Errichtung einer speziellen Schule Rachapracha Samasai für den Nachwuchs von Leprakranken im Distrikt Phrapradaeng in der Provinz Samut Prakan an, so daß von den Eltern getrennt wurden und eine Chance für eine gute Ausbildung erhielten.

Seine Majestät übersieht auch nicht behinderte Kinder - blinde, taube, stumme, geistig zurückgebliebene - und die Waisen. Er läßt ihnen besondere Fürsorge zukommen indem er ihnen Audienzen gewährt, ihnen Spielzeuge oder auch alles, was sie brauchen, schenkt und Festessen für sie ausrichtet. Seine liebevolle Behandlung rührt viele so sehr, daß sie in Freudentränen ausbrechen.

Zur Verbesserung des Wissens der thailändischen Jugend ließ Seine Majestät eine Enzyklopädie der Jugend herausgeben, welche viele nützliche Informationen enthält. Zum Beispiel beinhaltet der erste Band Astronomie, Fische, Vögel, Maschinen etc, der zweite enthält unter anderem die Themen Tierwelt, Industrie, Ökologie, thailändische Könige und Hauptstadt Bangkok. Im dritten Band geht es neben anderen Dingen um Reis, Kautschuk, Forstwesen, Kühe und Büffel und Lackarbeiten. Diese Bücher sind sehr nützlich da sie als Wissenvorrat dienen. Weitere Bände sind in Planung.

Seine Majestät König Bhumibol Adulyadej hat es sich zu Angewohnheit gemacht, Universitätabsolventen die Diplome zu überreichen. In einer Rede erinnert er diese an ihre Verantwortung für die Allgemeinheit. Es ist eine Ermutigung für gute aber arme Studenten, daß es die Möglichkeit eines Stipendiums der Mahidol Stiftung für ein Auslandsstudium gibt. Jedes Jahr erhält eine Anzahl von Studenten ein Stipendium für weitere Ausbildung, Diplome oder Promotion in verschiedenen Wissenschaftsgebieten im Ausland. Das Stipendium ist nur mit einer Verpflichtung verbunden, nämlich, zurückzukommen und dem Land mit den eigenen Fähigkeiten zu dienen.

Religion - Seine Majestät ist der Schutzherr aller Religionen und der Verteidiger des Buddhismus. Er dient immer in religiösen Funktionen und drängt die Menschen an den buddhistischen Prinzipien festzuhalten.

Er spendet regelmäßig Geld für die Renovierung von Tempeln und hat selbst viele Gelübde abgelegt als Schutzherr von buddhistischen Tempeln wie Wat Raj-O-rossaram, welcher in der Zeit Rama III erbaut wurde.

Ab dem 22ten Oktober 1956 lebte er als Mönch im Wat Borvornnives für einen Zeitraum von 15 Tagen und erhielt den Namen Bhumipalo Bhikku. In seiner Mönchzeit verbrachte er Stunden mit dem Studium buddhistischer Bildnisse und nahm am morgendlichen Almosengang teil wie jeder andere Mönch.

Wann immer Seine Majestät eine neue Grundschule eröffnet, regt er an, daß ein Mönch eingeladen wird, um Unterricht in Moral in den Klassen zu erteilen. Der Or. Sor. Radiosender im Chitrlada Palast sendet regelmäßig buddhistische Lehren für die Allgemeinheit. Dort erfolgt auch ein Gedankenaustausch mit ausländischen Würdenträgern zu Themen der Religion und moralischen Prinzipien. Eines Tages, als König Baudouin von Belgien zu einem Staatsbesuch weilte, forderte dieser Seine Majestät auf, zum Christentum überzuwechseln, weil er ihn so gern möge und ihn in einem Leben nach dem Tod wiedersehen wolle; dies sei nach dessen Vorstellung aber nur als Christ möglich.

Seine Majestät König Bhumibol Adulyadej stritt sich in keiner Weise sondern erwiderte, daß auch der Buddhismus der Wahrhaftigkeit verpflichtet sei. So würden sie sich sicherlich im nächsten Leben wiedertreffen, speziell König Baudouin als Vermittler zwischen ihm und Gott. König Baudouin zeigte Interesse am Buddhismus und Seine Majestät überreichte ihm einige Bücher über Buddhismus in englischer Sprache.

In seiner Stellung als Schutzherr nicht nur des Buddhismus, sondern aller Religionen ruft Seine Majestät König Bhumibol Adulyadej die Gläubigen jeder Religion dazu auf, ihren jeweiligen Lehren treu zu bleiben. Seit seiner Heimkehr aus der Schweiz ist er immer an religiösen Dingen interessiert. Zu seinem Geburtstag bat er den Generaldirektor des Department für religiöse Angelenheiten, Vertreter der verschiedenen Religionen zur Abhaltung der Feierlichkeiten einzuladen. Er nimmt immer religiöse Anlässe wahr, wie anstrengend die Reise auch sei.

Seine Majestät König Bhumibol Adulyadej glaubt fest daran, daß, wenn alle Religionen das gleiche Ziel verfolgen, nämlich ihre Anhänger zu guten Menschen zu machen, Frieden auf der Welt einkehren werde.

Landwirtschaft - Seine Majestät König Bhumibol Adulyadej sorgt sich auch sehr um die Menschen, welche in der Landwirtschaft tätig sind und wünscht, daß jeder von ihnen über genügend Land verfügt, um genug Geld für die Befriedigung seiner Bedürfnisse zu verdienen.

Seine ersten Anstrengungen, der Landbevölkerung zu helfen, waren im Jahre 1964 im Dorf Hopkaphong in der Provinz Phetchaburi, im Dorf Khun Huay in derselben Provinz, in Nong Plub in Prachuab Khiri Khan und in Tung Louie Lai in der Provinz Chaiyaphum.

Als das Gesetz zur Landreform 1975 in Kraft trat, verschenkte Seine Majestät 51964 Rai und 95 Quadrat-Wah aus dem Besitz der Krone zur Verteilung an arme Bauern, welche zuvor keinerlei Land besaßen.

Ein anderes wichtiges Projekt Seiner Majestät war die Unterbindung von Opiumanbau durch die Bergvölker. Dieses sollte sowohl die Entwaldung als auch die Feuerrodung eindämmen. Es wurde die Tierzucht und der Anbau von solchen Pflanzen gefördert, welche einen hohen Ertrag bringen, nämlich von Früchten und Gemüsen, welche auf kaltes Klima angewiesen sind. Die Pilotfarm auf dem Doi Ang Kwang war sehr hilfreich bei der Propagierung des Projekts.

Das Projekt zur Erzeugung künstlichen Regens kann als sehr erfolgreich angesehen werden da es die Trockenzeit erleichtern kann und das weitere Wachstum der Pflanzen ermöglicht. Seine Majestät betreibt Frischwasser Fischzucht auf dem Gelände des Chitrlada Palasts, wo einheimische und fremde Sorten gezüchtet und regelmäßig an Interessenten der Fischzucht vertrieben werden. Auf dem Gelände wachsen auch Reispflanzen, welche bei der Pflugzeremonie verwendet werden. Die Chitrlada Lebensmittelfarm wurde geschaffen, um die Lebensmittelindustrie zu fördern und neue Technologien in der Viehzucht zu erforschen.

Die private Farm Seiner Majestät in Hadsayyai ist sowohl darauf ausgerichtet, die heimische Tierzucht zu fördern als auch die Aufzucht ertragreicher Pflanzen.

Andere Projekte im Chitrlada Palast beinhalten die Erforschung der Milchpulverproduktion für den einheimischen Markt, die Entwicklung besserer Methoden zum Dreschen von Reis und die Ausschaltung von Zwischenhändlern durch Vereinbarung von direkten Kontakten zwischen Hersteller und Käufer über Kooperativen.

Ihre Majestät die Königin betreibt ein eigenes Seidenraupen Projekt zur Herstellung von Kokons für die Seidenfabriken zur Förderung der thailändischen Seidenindustrie.

Nationale Sicherheit - Seine Majestät König Bhumibol Adulyadej ist eine Institution für sich, wenn es um die Sicherheit der Nation geht. Ihre Majestäten der König und die Königin machen es sich zur regelmäßen Aufgabe, Soldaten und Polizisten zu besuchen, wie weit der Posten auch entfernt ist. Er ermuntert sie in jeder Weise und hebt so die Moral. Er sorgt sich um ihre Bedürfnisse und versichert ihnen, daß sie nicht allein sind im Kampf gegen den Feind.

Wenn Soldaten oder Polizisten im Dienst getötet werden, wohnen Ihre Majestäten der König und die Königin der Totenfeier im Wat Phrasrimahathat bei. Bei solchen Anlässen wirkt seine Majestät sehr traurig, Verluste der Nation sind seine eigenen Verluste. Die Familien der Gefallenen werden von der Sai Jai Thai Stiftung unterstützt, welche unter der Schirmherrschaft Ihrer Majestät der Königin steht.

Neben persönlichen Besuchen hat Seine Majestät auch moralstärkende Lieder komponiert wie 'From The Top of The Hill' und 'Ultimate Dream'.

Er gibt regelmäßig Geld aus seiner eigenen Tasche für den Erwerb von Waffen für Soldaten und Polizei, welche in den Grenzregionen stationiert sind. Wenn er Zeit hat, inspiziert und empfiehlt er persönlich Verbesserung in der Bewaffnung von Soldaten und Polizisten, welche im Dienst getötet wurden.

Seine Majestät König Bhumibol Adulyadej widmet seine ganze Energie und Anstrengung den Menschen seines Landes und lebt offensichtlich gemäß seines Ausrufs: ' Ich werde das Land einzig zum Vorteil all seiner Menschen regieren'.

Seine Majestät hat vier Kinder: Prinzessin Ubol Ratana, am 5ten April 1951 in Lausanne, Schweiz, geboren; Kronprinz Vajiralongkorn, am 28ten Juli 1952 in Bangkok geboren; Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn, am 5ten April 1955 in Bangkok geboren und Prinzessin Chulabhorn, geboren am 4ten Juli 1957 in Bangkok.

Der Originaltext stammt von der Assumption University, 1997. Übersetzung Hans Möller.

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