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Allgemeine Informationen zur thailändischen Sprache

von Hans Möller

Herkunft

Die thailändische Sprache gehört zur Sprachgruppe der Sino-Tibetischen Sprachen. Zu dieser Sprachgruppe gehören auch Chinesisch, Tibetisch, Laotisch, Birmesisch und Vietnamesisch.

Seit dem 7. Jahrhundert bevölkern die Thailänder das heutige Gebiet Thailands. In die Sprache sind viele Begriffe aus dem Wortschatz der vorher dort ansässigen Mon und Khmer eingeflossen.

Durch den engen (religiösen) Kontakt mit Indien sind auch viele Begriffe aus dem Sanskrit und dem südindischen Pali in die Sprache übernommen worden.

Die thailändische Schrift wurde in enger Anlehnung an die indischen Schriftzeichen im 13. Jahrhundert von König Ramkhamhäng aus Sukhothai entworfen.

Das Summer Institute of Linguistics in Dallas listet 76 Sprachen für das thailändische Königreich auf. Viele davon sind Unterformen der thailändischen Standardsprache.

Sprache

Das Thailändische ist eine tonale Sprache. Die Bedeutung eines Wortes erschließt sich erst aus der korrekten Aussprache.

Es gibt 5 Tonhöhen: normaler (mittlerer), tiefer, steigender (fragender), abfallender und hoher Ton.

Worte, welche ansonsten gleichlautend sind, werden erst durch die Betonung unterschieden.

Viele moderne Begriffe in der thailändischen Sprache sind aus dem englischen übernommen. Allerdings werden diese Worte an die thailändischen Ausspracheregeln angepaßt. Dies führt dazu, daß bestimmte Endkonsonanten entweder verschwinden oder durch passende ersetzt werden. In der geschriebenen Form sind diese Worte meist ein genaues Abbild der englischen Aussprache. Die nach den Ausspracheregeln nicht sprechbaren Endkonsonanten sind dann jedoch mit dem Auslassungszeichen KARAN gekennzeichnet.

Schrift

Die Worte bestehen aus einzelnen Silben, welche ursprünglich eine eigene Bedeutung haben.

Anders als zB im Chinesischen werden die Silben jedoch in einer Alphabet Schrift geschrieben.

Thailändisch wird von links nach rechts geschrieben. Die Wörter werden nicht durch Zwischenräume getrennt. Es gibt keine Satzzeichen.

Das Alphabet besteht aus 44 Konsonanten, welche 21 unterschiedliche Laute repräsentieren. Dies bedeutet: es gibt mehrere Konsonanten mit dem gleichen Lautwert (zB für T, K etc).

Das thailändische besitzt zudem 29 Vokale bzw Vokalklänge, darunter auch Diphtonge und Triphtonge (Zusammensetzungen aus 2 bzw 3 Vokalen zB au oder iao).

Die Konsonanten bilden das Grundgerüst des Alphabets. Die Vokale sind nicht im Alphabet eingereiht, sondern folgen einer eigenen Sortierung.

In der Schriftsprache werden die Vokale vor, über, unter und hinter den Konsonanten plaziert. Beim Lesen eines thailändischen Textes muß also nicht nur die Form sondern auch die Position des Vokals bekannt sein.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Schriftsprache sind die Betonungszeichen, welche immer zuoberst, also gegebenenfalls noch über einem hochgestellten Vokal, stehen. Diese Tonzeichen entscheiden in vielen Fällen erst endgültig über die Bedeutung des Wortes.

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