von Franz-Peter Zantis Homepage: www.ginko.de/user/franz-peter (mit Vermittlung von Familienunterkunft) Das kleine Dorf Nonsaad (gesprochen Nonsa ad) liegt im Nordosten von Thailand, etwa 70 km nord-östlich von Udon-Thani und etwa 90 Autominuten von der Grenze zu Laos. Die Landschaft ist flach. Die Atmosphäre idylisch. Man blickt über Kilometer hinweg auf Reisfelder mit vereinzelten hohen Bäumen. überall wachsen Bananen- und Bambusstauden, Ananas und Kokospalmen. In der Nähe gibt es auch ein relativ unberührtes Waldgebiet mit exotischen Insekten. Die Menschen sind sehr gastfreundlich. Hektik ist im Dorf ein Fremdwort. 
In Nonsaad leben hauptsächlich Reisbauern. Angebaut wird vor allem der im Nordosten sehr beliebte Klebreis, der mit den Fingern gegessen wird. Während des sehr trockenen Winters (etwa November bis Februar, mit Mittagstemperaturen von 25 bis 30 °C), wird auch Gemüse angebaut. Viele Bauern bearbeiten ihre Felder noch wie vor hunderten von Jahren mit Hilfe von Wasserbüffeln. Einige züchten auf ihren Feldern auch Fische und halten Hühner und Enten. Im Dorf gibt es eine Grundschule, einen Tempel, einen öffentlichen Versammlungsraum, eine Mopedwerkstatt, eine Eisfabrik, zwei Imbissstände, sowie einige kleinere Lebensmittelgeschäfte. Jeden Morgen und jeden Nachmittag findet Markt statt. Bis auf die Hauptstraße sind alle Straßen ungeteert. Es ist deshalb überall ziemlich staubig. Das nächste größere Dorf ist Thunfon, das etwa 4 km entfernt ist. Hier gibt es unter anderem ein Krankenhaus, eine höhere Schule, eine Bibliothek, eine Fernsehwerkstatt, eine Bank, eine Poststation, zwei Herrenfriseure, zwei Damenfriseure, einen Videoverleih, drei Restaurants, einen Schreibwarenladen, einen Foto- und Kopierladen und verschiedene Lebensmittelläden. Hier werden auch typisch europäische Lebensmittel wie Marmelade und Brot angeboten. Zweimal im Monat gibt es einen großen Markt auf dem es auch Kleidung und Hausrat zu kaufen gibt. 
Zwischen Nonsaad und Thunfon erstreckt sich ein kleiner See, aus dem die Reisbauern in der Regenzeit das Wasser für ihre Felder beziehen. Man kann am Seeufer entlang spazieren. Besonders am Abend gibt es hier romantische Ausblicke. Frisch verliebte und junge Paare treffen sich an den schönsten Stellen. Viele Bauern betätigen sich auch als Fischer und fahren am frühen Morgen oder Abends mit kleinen Booten auf den See. Während der Mittagszeit ist es dafür zu heiß. Das wichtigste Verkehrsmittel ist das Moped. Obwohl ich kein begeisterter Mopedfahrer bin, macht es hier doch Spaß, denn es ist immer trocken und warm und die Straßen sind nicht sehr stark befahren. Die Häuser sind einfach und meistens zweistöckig. Der untere Teil ist aus Stein und Beton, der obere Teil aus Holz gebaut. Unten gibt es einen großen Wohnraum, eine Küche und ein Bad. Oben sind kleine Schlafkammern. Viele Häuser haben einen Balkon. Kühlschrank und Fernsehgerät sind in jedem Haus zu finden, wobei die Fernsehantenne in der Regel an einem langen Bambusstock befestigt ist. Einen Telefonanschluss gibt es hingegen nur in wenigen Häusern. Die Wasserversorgung wird durch einen Wasserturm und Brunnen sichergestellt. Zum Trinken und Kochen benutzt man allerdings Regenwasser, das während der Regenzeit in riesigen Tonbehältern gesammelt wird. Man kann auch Trinkwasser in Flaschen kaufen. Die Lebenshaltung ist nicht teuer. Lebensmittel und Dinge des täglichen Gebrauchs sind sehr preiswert. Die Bauern mögen keine Konserven, so daß es immer frisches Gemüse, Obst, Fisch und Fleisch gibt. Dazu wird Reis (meistens Klebreis) gegessen. Kommentare |