Der Erawan-Schrein liegt in Zentrum von Bangkok. Es handelt sich eigentlich um einen kleinen brahmanischen Schrein, welcher im Zuge der Bauarbeiten für das Grand Hyatt Erawan errichtet wurde. Heute ist der Schrein eine Berühmtheit und zieht täglich tausende von Besuchern an. Der Schrein liegt an der Ecke Rama I Road / Ratchdamri Road und ist von der Skytrain-Station Ploeng Chit (Sukhumvit Line) in wenigen Minuten zu erreichen. 
Der Erawan-Schrein ist bekannt dafür, daß man sich hier Dinge erwünschen kann. Das kann der Wunsch nach Geld, Liebe, beruflichem Erfolg oder auch Gesundheit und Erleuchtung sein. Am Erawan-Schrein opfert man aus zwei Gründen: entweder, um ein Versprechen abzugeben oder um ein Versprechen einzulösen: - zunächst äußert man einen Wunsch, bei dessen Erfüllung die Gottheit helfen soll. Dabei opfert man Blumen und Räucherstäbchen, welche direkt am Schrein verkauft werden. Da alles in vierfacher Ausfertigung für die vier Gesichter der Gottheit erworben werden muß, ist man schnell ein paar hundert Baht los.Zugleich gibt man das Versprechen ab, daß man bei Erfolg wiederkommt und ein bestimmtes größeres Opfer bringt.
- Ist der Wunsch in Erfüllung gegangen, so kommt man zum Erawan Schrein zurück und löst sein Versprechen ein. Dabei sollte man nicht zu kleinlich (kiniao) sein. Schließlich gibt es viele Beispiele, in denen Menschen alles wieder verloren haben, da sie ihr Versprechen nicht eingehalten haben.

Im Krimi »Haus der Geister« von Christopher G. Moore spielt der Erawan-Schrein eine wichtige Rolle: » ... Die Frühnachmittagshitze drückte schwer auf die Tänzerinnen des Erawan-Schreins. Sie tanzten den Opfertanz für die Geister, verneigten sich und knieten sich hin. Eine groteske Maske von eierkuchenfarbenem Make-up, kräftig blauen Augenschatten und feuerwehrrotem Lippenstift bedeckte ihre Gesichter und machte sie gesichtslos wie chinesische Puppen. Ihr Haar war nach oben gezogen, um lange Hälse sehen zu lassen. Sie trugen mit grünen, roten und goldenen Pailletten besetzte traditionelle Kostüme und hohe, kegelförmige goldene Kopfbedeckungen. An acht Tänzerinnen musste Calvino vorbei, als er zur Rückseite des Schreins ging. ... Erawan-Besucher bezahlten bar für fünfzehn oder dreißig Minuten, damit die Götter dieses Ortes ihren Wunsch erfüllten. Einen Lotteriegewinn, dass ein abspenstiger Ehemann ins Nest zurückkehrte, eine Beförderung oder, im Falle von Ben Hoadly, zu wissen, wann er an der Börse Aktion kaufen oder verkaufen sollte. ... Erawan am frühen Nachmittag, das war der Ort, wo Verlierer die Wetten auf ihr Schicksal verdoppelten. Das war ein Schrein, der in den Reiseführern zu finden war und Besucher aus der ganzen Welt anzog. ... «
Haus der Geister

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 Foto aus Nelles Guide Thailand (deutsche Ausgabe) Kommentare |